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1. 10. 1875
Bildung des Kreises Tuchel in der preußischen Provinz Preußen, Regierungsbezirk Marienwerder, aus dem Kreis Konitz (teilweise)1.
Das Landratsamt ist in Tuchel.
1. 4. 1878
Teilung der Provinz Preußen in die Provinzen
16. 3. 1880
Eingliederung des Gutsbezirks Königsbruch, Forst (teilweise)2 aus dem Amtsbezirk Königsbruch, Kreis Tuchel, in die Landgemeinde Schlachta im Amtsbezirk Hagenort, Kreis Preußisch Stargardt.
1. 4. 1881
Einführung der Kreisordnung für die Provinzen Ost- und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Schlesien und Sachsen vom 19. 3. 1881.
8. 4. 1882
Eingliederung
11. 7. 1891
Eingliederung der Landgemeinde Ossoweg (teilweise)5 aus dem Amtsbezirk Hagenort, Kreis Preußisch Stargardt, in den Gutsbezirk Königsbruch, Forst im Amtsbezirk Königsbruch, Kreis Tuchel.
1. 4. 1892
Einführung der Landgemeindeordnung für die sieben östlichen Provinzen vom 3. 7. 1891.
28. 11. 1898
Eingliederung des Gutsbezirks Mlinsk (teilweise) aus dem Kreis Preußisch Stargard in den Kreis Tuchel.
2. 12. 1904
Eingliederung der Landgemeinde Schiroslaw (teilweise)6 aus dem Amtsbezirk Bremin, Kreis Schwetz, in die Landgemeinde Nikolaiken im Amtsbezirk Summin, Kreis Tuchel.
6. 10. 1910
Verbindliche Festlegung der Schreibweise von Ortsnamen mit mehreren Namensbestandteilen8.
20. 3. 1919
Umbenennung9 des Königreichs Preußen in Republik Preußen.
6. 8. 1919
Einführung des Gesetzes betreffend vorläufige Regelung verschiedener Punkte des Gemeindeverfassungrechts vom 18. 7. 191910.
10. 12. 1919
Eingliederung des Gutsbezirks Junkerhof, Forst (teilweise)11 aus dem Kreis Schwetz in den Kreis Tuchel.
9. 1. 1920
Der Kreis Tuchel in der preußischen Provinz Westpreußen, Regierungsbezirk Marienwerder, umfaßt ? Gemeinden/Gutsbezirke.
Das Landratsamt ist in Tuchel.
10. 1. 1920
Abtretung des Landkreises Tuchel an die Republik Polen.
1. 1. 1939
Beginn des deutschen Einmarschs in Polen.
?. 9. 1939
Deutsche Besetzung der Stadt Tuchola.
11. 9.1939
Der polnische Landkreis Tuchola tritt zum Militärbezirk Danzig-Westpreußen.
26. 10. 1939
Der bisher polnische Landkreis Tuchola tritt zum Deutschen Reich.
Vorläufige Umbenennung des Landkreises Tuchola in Tuchel.
Das Landratsamt ist in Tuchel.
Eingliederung des Landkreises Tuchel in den Reichsgau Danzig12.
Einführung des Sudetengaugesetzes vom 14. 4. 1939 in Verbindung mit dem Erlaß des Führers und Reichskanzlers über die Verwaltung der Ostgebiete vom 8. 10. 1939.
Es gilt weiter das polnische Gesetz vom 23. 3. 1933 betreffend die teilweise Abänderung der Verfassung der territorialen Selbstverwaltung13 in Verbindung mit dem Erlaß des Führers und Reichskanzlers über die Verwaltung der Ostgebiete vom 8. 10. 193914.
Einführung einer Polizeigrenze15 entlang der ehemaligen Reichsgrenze vom 1. 1. 1939.
2. 11. 1939
Umbenennung des Reichsgaues Danzig in Danzig-Westpreußen16.
8. 11. 1939
Endgültige Festlegung der Grenzen der Regierungsbezirke Bromberg, Danzig und Marienwerder;
danach gehört der Landkreis Tuchel zum Regierngsbezirk Bromberg.
17. 11. 1939
Arbeitsaufnahme der Regierung in Bromberg.
28. 12. 1939
Erlaß der Anordnung über die Verwaltungsführung17 in den Landkreisen.
29. 12. 1939
Bestätigung des Namens Tuchel.
1. 4. 1940
Einführung von Artikel III18 der Verordnung über die Einführung der Deutschen Gemeindeordnung in den eingegliederten Ostgebieten vom 21. 12. 1939.
1. 4. 1942
Verleihung des Rechts der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. 1. 1935 an die Stadt Tuchel.
1. 1. 1945
Der Landkreis Tuchel119 im Reichsgau Danzig-Westpreußen, Regierungsbezirk Bromberg, umfaßt 77 Gemeinden.
Das Landratsamt ist in Tuchel.
14. 2. 1945
Besetzung der Stadt Tuchel durch die Rote Armee.
| Landrat (Kreis Tuchel): | ||||
| - | 1. | 10. | 1875: | Graf Königsmark in Camnitz (kommissarisch) |
| - | . | 7. | 1876: | Regierungsassessor Karl Köhler von der Regierung in Marienwerder, |
| - | . | . | 1876: | Müller aus ?20, |
| - | . | 8. | 1885: | Regierungsassessor Clemens Delbrück von der Regierung in Marienwerder (kommissarisch), |
| - | . | 4. | 1886: | Regierungsassessor Clemens Delbrück in Konitz (endgültig)21, |
| - | 15. | 41 | 1892: | Regierungsassessor Ernst von Glasenapp vom preußischen Ministerium des Innern in Berlin (kommissarisch), |
| - | 18. | 6. | 1892: | Regierungsassessor Ernst von Glasenapp in Tuchel (endgültig)22, |
| - | 14. | 9. | 1895: | Regierungsassessor Emil Venske von der Verwaltung der direkten Steuern in Berlin (kommissarisch),, |
| - | . | 4. | 1896: | Regierungsassessor Emil Venske in Tuchel (endgültig)23, |
| - | . | 11. | 1904: | Regierungsassessor Richard von Puttkamer von der Regierung in Merseburg (kommissarisch)24, |
| . | 12. | 1930: | Regierungsassessor Tortilowicz von Batocki von der Regierung in Allenstein (kommissarisch), | |
| - | 6. | 8. | 1914: | Regierungsassessor Tortilowicz von Batocki in Tuchel (endgültig). |
| Generalkommissar für die Übergabe der Zivilverwaltung (Kreis Tuchel): | ||||
| - | 22. | 12. | 1919: | Landratsamtsverwalter Regierungsrat Kriege in Tuchel. |
| Kommissar für die Abwicklung25: | ||||
| - | 14. | 1. | 1920: | Regierungsassessor Zschintz in Schwetz. |
| Landkommissar (Landkreis Tuchel): | ||||
| - | . | . | 1939: | Otto Heß aus ? |
| Landrat (Landkreis Tuchel): | ||||
| - | . | 1. | 1940: | Otto Heß in Tuchel, |
| - | . | 11. | 1940: | Regierungsrat Dr. Udo Sachse, zuletzt Kreisrichter der NSDAP in Marienwerder (kommissarisch), |
| - | . | 10. | 1941: | Regierungsrat Dr. Udo Sachse in Tuchel (endgültig)26, |
| - | . | 9. | 1941: | ? in ? (vertretungsweise)27. |
| Kreisleiter der NSDAP (Kreis Tuchel im Gau Danzig-Westpreußen): | ||||
| - | . | . | 1940: | Landrat Otto Heß in Tuchel, |
| - | . | 11. | 1940: | Landrat Dr. Udo Sachse in Tuchel28, |
| - | . | 9. | 1944: | Orsgruppenleiter der NSDAP Paul Lange in Tuchel (vertretungsweise)29. |
| Fußnoten: | |
| 1 | Stadtgemeinde Tuchel und Amtsbezirke Groß Bislaw, Groß Klonia, Groß Schliewitz, Kamnitz, Kelpin, Kensau, Königsbruch, Koslinka, Neu Tuchel, Resmin, Schüttenwalde, Schwiedt, Sehlen, Summin und Taubenfließ. |
| 2 | Forstparzellen von 169 Morgen 85 Quadratruten und 72 Morgen 56 Quadratruten. |
| 3 | Wiesenparzelle von 1,4619 ha. |
| 4 | 1,6407 ha. |
| 5 | 4,2150 ha. |
| 6 | 17,8317 ha. |
| 7 | 1905: 30.803 Einwohner. |
| 8 | Danach wird die Schreibweise der Orts- und Verwaltungsbezirksnamen mit einem unterscheidenden Vorsatzworte wie Alt, Neu, Groß, Klein, Bergisch, Deutsch usw. – sofern sie nicht jetzt schon in einem Worte geschrieben werden – ohne Bindestrich, dagegen solche, die sich aus zwei oder mehreren Stammnamen zusammensetzen, wie Schleswig-Holstein, Beeskow-Storkow usw., mit einem Bindestrich als die amtlich richtige festgesetzt. |
| 9 | Entsprechend dem Gesetz zur vorläufigen Ordnung der Staatsgewalt in Preußen vom gleichen Tage. |
| 10 | Danach wird das kommunale Wahlrecht demokratisiert. Die Amtsdauer der Amtsvorsteher (Stellvertreter) endigt mit dem 31. 10. 1919. Bis zum 31. 8. 1919 haben die Kreistage Neuwahlen der Amtsvorsteher (Stellvertreter) vorzunehmen. Die Amtsvorsteher (Stellvertreter) werden zukünftig ohne zeitliche Begrenzung der Amtszeit gewählt und vom Oberpräsidenten bestätigt. |
| 11 | 0,7001 ha. |
| 12 | Die im Reichsgesetzblatt vorgesehene Bezeichnung Westpreußen hat sich nicht durchgesetzt. |
| 13 | I. Teil, 3. Kapitel: Die Landgemeinde und die Dorfgemeinde, 4. Kapitel: Die Städte, 8. Kapitel: Die Kreiskommunalverbände. |
| 14 | Nach § 7 bleibt das bisher geltende Recht bis auf weiteres in Kraft, soweit es nicht der Eingliederung in das Deutsche Reich widerspricht. |
| 15 | Mit Passierscheinzwang; damit sollte eine ungewollte Bevölkerungsfluktuation zwiscden dem Altreich und den eingegliederten Ostgebieten verhindert werdern. |
| 16 | Der Name ist ein Kompromiß aus dem ursprünglich vorgeshenen Namen Westpreußen und dem Wunsch, den Traditionsnamen Danzig weiterhin beizubehalten. |
| 17 | Danach obliegen in der Kreisstufe - die Menschenführung dem Kreisleiter der NSDAP, - die Verwaltung dem Landrat beziehungsweise dem Oberbürgermeister. Jede gegenseitige Einmischung ist zu unterlassen. Alle Stellen sollen aber eng und verständnisvoll zusammenarbeiten. |
| 18 | Vorschriften über die Verwaltung der übrigen Gemeinden (Amtskommissar-Verwaltung). |
| 19 | 1941: 43.555 Einwohner. |
| 20 | 28. 7. 1885 als Regierungsrat versetzt an die Regierung in Stettin. |
| 21 | 15. 1. 1892 als Regierungsrat versetzt an das Oberpräsidium in Danzig. |
| 22 | 16. 7. 1895 mit der kommissarischen Verwaltung des Landratsamtes in Marienburg beauftragt; 1. 1896 endgültg zum Landrat in Marienburg ernannt. |
| 23 | 5. 1905 als Landrat versetzt nach Danzig (Kreis Danziger Höhe). |
| 24 | 12. 1913 mit der kommissarischen Verwaltung des Landratsamtes Usedom-Wollin in Swinemünde beauftragt. |
| 25 | ... der bisherigen deutschen Verwaltung und die Überleitung in die neuen Verhältnisse im Sinne von lt. B. 2. des deutsch-polnischen Beamtenabkommens vom 25. 11. 1919. |
| 26 | Seit 9. 1944 erneut im Wehrdienst. |
| 27 | Bis 1. 1945. |
| 28 | Seit 9. 1944 erneut im Wehrdienst. |
| 29 | Bis 1. 1945. |
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Territoriale Veränderungen in Deutschland und deutsch verwalteten Gebieten 1874 – 1945:
Rolf Jehke, Herdecke.
Zuletzt geändert am 31. 8. 2026.